Juli 2016, Kirchberg
selektiver Projektwettbewerb - 4.Preis
Arbeitsgemeinschaft mit Studio Aglo Architekten, Zürich

Schulerweiterung und Mehrzweckhalle

Schulraumerweiterung, neue Mehrzweckhalle für Gemeinde, Primarschule und Vereine


In Zusammenarbeit mit:
Tom Richter - APT Ingenieure GmbH, Zürich
Philipp Hesselmann - PBM AG, Zürich
Basil Monkewitz - Amstein + Walthert AG, Zürich

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Städtebauliche Situation

Die Schulanlage Sonnenhof aus den 1970er Jahren schliesst im Süden an den zentralen Ortskern und im Westen an das Kirchberger Oberdorf an, die beide in ihrem Ortsbild geschützt sind. Nach Norden bildet die Schulanlage Oberstufe Lerchenfeld einen Gegenpart zur Primarschule. Dazwischen spannt sich eine grosszügige Spielwiese auf, welche westwärts die Hangkante zum Bachtobel bildet. Von der südlich gelegenen Sonnenhofstrasse ist die Schulanlage über eine Bebauungslücke erschlossen, welche sich zu einem grosszügigen, leicht abfallenden Schulhof weitet. Zur sekundären Erschliessung dient der Schuelweg und der Verbindungsweg zum Schulhaus Lerchenfeld. Dem Haupttrakt des Schulhauses wird auf der Nordseite eine durchgehende, dreigeschossige Raumschicht hinzugefügt. Dieser erhält dadurch mehr Gewicht und auch nordseitig eine offene Hauptfassade. Die Mehrzweckhalle kommt auf die vorgesehene Parzelle am Ostrand der Schulanlage zu liegen. Städtebaulich erhält deren Volumen eine Doppelrolle. Zum einen komplettiert sie als dritter, gegenüber dem Haupttrakt rechtwinklig gedrehter Längsbau die Schulanlage, andererseits markiert sie den Übergang zu den angrenzenden Wohnhäusern.

Grundrissdisposition der Neubauten

Die Nutzfäche des Primarschulhauses wird durch die Erweiterung fast verdoppelt. Entsprechend wird die Anzahl Schüler steigen. Ein zusätzlicher, auf Niveau des Erdgeschosses ebenerdiger Eingang auf der Ostfassade ergänzt den Haupteingang, welcher unverändert bleibt. Der bestehende Korridor im Haupttrakt erschliesst ebenfalls die Räume im Erweiterungsbau. Im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss kommen zu den bestehenden Räumen jeweils drei Klassenzimmer und drei Gruppenräume hinzu. Den Neubau der Mehrzweckhalle betritt man auf dem gleiche Niveau wie das Erdgeschoss des Schulhauses. Über einen Windfang gelangt man in ein langgezogenes Foyer, welches sich nach Norden, zur Spielwiese hin leicht weitet. Diesem sind die Turnhalle, die Aula, sowie das Office angegliedert, welches ebenfalls an den Aussenraum und die Mehrzweckhalle anschliesst.

Aussenräume

Der bestehende Aussenraum der Schulanlage lässt sich in drei Hauptbereiche einteilen: Den südlichen Bereich mit Zugang, Parkplätzen, Spiel- und Pausenplatz, die nördliche Spielwiese und die Böschung mit Schulgarten und Grünraum. Auf der Ostseite setzt sich das gewachsene Terrain fort und geht in den Aussenraum der Wohnhäuser über. Mit der Setzung der Mehrzweckhalle wird eine klare Grenze zu den Wohnhäusern definiert. Zwischen dem Schulhaus und der Mehrzweckhalle entsteht ein neuer Aussenraum.

Statik und Konstruktion

Die Tragkonstruktion der Mehrzweckhalle und der Schulhauserweiterung wird hauptsächlich in Massivbauweise und mit Recyclingbeton ausgeführt. Die Dach- und Fassadenkonstruktion wird in Leichtbauweise und mit Holz erstellt. Diese Bauweise ermöglicht eine wirtschaftliche und nachhaltige Tragkonstruktion, welche die Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit bezüglich Flexibilität, Wasserdichtigkeit, Brandschutz und Schallschutz optimal erfüllt. Das Dach der Mehrzweckhalle wird mit vorfabrizierten Holzelementen erstellt, welche auf 150 cm hohen Holzfachwerkträgern mit einer Spannweite von 16 m und einem Achsabstand von 4.1 m aufliegen. Die Holzfachwerkträger geben die Lasten auf 25x25 cm grosse Holzstützen ab, welche auf 30 cm dicken Stahlbetonwänden im Erdgeschoss zu liegen kommen. Das gesamte Untergeschoss wird in Stahlbeton erstellt.


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