Januar 2016, Pfyn
selektiver Projektwettbewerb

Neubau Mehrzweckhalle

Neue Halle für Gemeinde, Primarschule und Vereine in Pfyn


In Zusammenarbeit mit:
Andrea Zarn & Demian Peper, Architekten ETH, Zürich
Tom Richter - APT Ingenieure, Zürich
Basil Monkewitz, Amstein + Walthert Zürich

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Disposition der Neubauten

Das durch die markanten Giebeldächer der stattlichen, teils denkmalgeschützten Nachbarbauten geprägte Umfeld wird mit dem Neubau auf eine zeitgemässe Weise ergänzt. Die Absicht, ein identitätsstiftendes Gebäude mit starkem Wiedererkennungswert zu schaffen und gleichzeitig den ländlichen Charakter und die Masstäblichkeit des Umfeldes zu respektieren, gab den Ausschlag, den Turnhallentrakt und die dienenden Räume zusammen mit Foyer und Mehrzwecksaal volumetrisch als zwei eigenständige Gebäudekörper auszubilden. Mittels eines markanten Satteldachs verleihen wir dem vermeintlichen Nebenbau, welcher alle weiteren Nutzungen aufnimmt, einen eigenständigen Ausdruck und machen Ihn zum Auftakt und zur neuen Adresse des Projekts. Das überhöhte Dach des Eingangspavillions spannt zwischen der Berglistrasse und dem angrenzenden Waldstück den neuen Hartplatz auf und markiert den Eingang zur Halle. Dieser bietet über die ganze Gebäudelänge eine Vielzahl von Schnittstellen zum Aussenraum, was den Betrieb und die Nutzung des Hartplatzes in programmatischer Verbindung mit der neuen Turnhalle begünstigt. Erreicht man das Gebäude aus Westen über die Berglistrasse, so nimmt einen das Eingangsgebäude mit seiner Längsseite in Empfang. Der Eintritt ins Gebäude erfolgt wieder Erwarten in einen hohen, feierlichen Raum. Von hier aus begreift man das Innere sofort. Er wird zum Angelpunkt für grosse An- lässe. Der Blick schweift über den grossen Raum dahinter. Geht man die Treppe hinunter, lässt man das Dorf hinter sich und tritt ein in die Halle.

Gebäudetechnik

Eine Erdwärmesonde liefert über eine Wärmepumpe erneuerbare Energie zum Betrieb der Heizung. Die Turnhalle selbst wird sowohl über seitliche Radiatoren als auch über die Lüftung temperiert, was zum Beispiel morgens ein schnelles und effizientes Erreichen einer angenehmen Raumtemperatur ermöglicht. Die um die eigentliche Halle angeordneten Räume verfügen über individuell regulierbare Bodenheizungen mit tiefen Vorlauftemperaturen und Komfortlüftung. Die mechanische Lüftung kann aufgrund ihrer Positionierung auch bei getrenntem Turnhallenbetrieb funktionieren, und Luftkanäle können zudem ohne Durchbrüche der Brettschichtholzträger geführt werden.


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