Mai 2017, Uitikon-Waldegg
selektiver Projektwettbewerb - 2. Preis
Arbeitsgemeinschaft mit Studio Aglo Architekten, Zürich

Neugestaltung Waldeggplatz

Platzgestaltung im Leuenquartier und Infrastruktur für Marktbetrieb


In Zusammenarbeit mit:
Thomas Kolb Landschaftsarchitektur Zürich
Tom Richter, APT Ingenieure Zürich

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Städtebauliche Idee und architektonischer Ausdruck

Mit der Überbauung des Gebietes Leuen-Waldegg entsteht ein neues Quartier mit urbanem Charakter. Der neue Quartierplatz hat an seiner Lage mehrfache Funktion; Er bildet Eingang und Schlusspunkt der Überbauung und liegt zugleich im Schnittbereich der beiden Ortsteile von Uitikon-Waldegg. Im Bereich der von Osten anschliessenden Gebäudezeile geht der Platz in einen Gassenraum über. Im Querverlauf weitet sich eine baumbestandene Fläche, welche von einer offenen, längsgerichteten Dachstruktur abgeschlossen wird. Zum tiefer liegenden Landschaftsraum hin bildet die Dachstruktur der Pergola zusammen mit der darunterliegenden Tiefgarage eine durchlässige Fassade. Im Zentrum des Waldeggplatzes steht ein markanter Pavillon als fester Teil der filigranen Dachstruktur. Er bildet den Schwerpunkt des Platzes, und ist zugleich Blickfang und Anziehungspunkt. Die Tragkonstruktion des Pavillons wird komplett in Recyclingbeton, mit Bauteilstärken bis ca. 30cm und Fertigoberfächen in Sichtbetonqualität erstellt. Die Einstellhalle wird mit einer Stützen- und Plattenstruktur überspannt, welche mit einer offenen Holzlattung ausgefacht ist. Es entsteht eine perforierte Hülle, welche das Parkgeschoss fasst, aber dennoch angenehm mit Tageslicht versorgt.

Bepflanzung

Die abfallende Baureservefläche soll mit geringem baulichen Aufwand einen Kontrast zwischen der gebauten Struktur auf dem Platz und der angrenzenden Bebauung bilden. Eine mittels Trockensteinmauern in kleine Terrassen gegliederte Kiesfläche wird über schollenartig gefügte Mergelflächen erschlossen. Eine lose Bestockung mit Silberweiden (Salix alba), Mehlbeeren (Sorbus aria) und Sanddornsträucher (Hippophae rhamnoides) unterstreichen den ruderalen Charakter der „Brache“. Zur raschen Begrünung wird zusätzlich eine pflegeextensive Initialansaat mit Wildstauden und -gräsern vorgeschlagen. Entlang der Stufe sind mehrere Pfanzentröge mit Schling- und Kletterpflanzen angeordnet. Diese sollen entlang den vertikalen Ausfachungen und der Tragstruktur gezogen werden. Zugunsten einer attraktiven Berankung soll eine grosse Vielfalt mit unterschiedlicher Wuchsstärken verwendet werden. Diverse Clematis- und Lonicera-Sorten, Kletterrosen, Jungfernreben (Parthenocissus quinquefolia), sowie Glyzinien (Wisteria sinensis) und Scheinreben (Ampelopsis aconitifolia), sorgen für mehrere jahreszeitliche Aspekte und unterschiedliche Farb- und Duftnuancen.




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